OpenAIs Jalapeño-ASIC läuft auf AMD-EPYC-Turin-Hosts und lässt Nvidias Vera außen vor

OpenAIs Jalapeño-ASIC, der erste Inferenzbeschleuniger des Unternehmens, ist intern bereits neben AMD-EPYC-Turin-Hosts mit jeweils 1,5 TB Speicher im Einsatz. Die Angabe stammt aus einem Interview mit Richard Ho, Vizepräsident und Hardware-Chef, das Tom’s Hardware veröffentlicht und IT Home am 3. Oktober aufgegriffen hat. Der Jalapeño-ASIC ist nicht käuflich.

Was Ho gesagt hat

Ho nannte die Wahl von Turin pragmatisch. Laut Bericht sagte er, Nvidias neue Vera-CPU für Agenten sei allein „ein Stück hinter diesem Reifegrad“. Das Programm, so Ho, sollte Risiko herausnehmen und schnell vorankommen: aggressive Ziele bei Leistung und Kosten, ohne unnötiges Plattformrisiko. Die gewählte Plattform sei stark gewesen und den Partnern bereits vertraut.

Tom’s Hardware zitiert Ho mit der Formulierung „Turing device“ für den Host. Im Kontext der Meldung und der Berichterstattung von IT Home ist die CPU EPYC Turin. Die Aussage zur Vera ist eine Reife-Einschätzung für OpenAIs Zeitplan, kein öffentlicher Benchmark des Unternehmens.

Was schon bekannt war

OpenAI und Broadcom stellten den Jalapeño-ASIC am 24. Juni 2026 als ersten Intelligence Processor des Unternehmens vor, ausgelegt auf Inferenz von Sprachmodellen. Im offiziellen Beitrag sagte Ho, die Architektur sei auf die Kernel, die Speicherbewegung, das Netzwerk und die Serving-Muster optimiert, die für Frontier-Modelle am meisten zählen. Broadcom-CEO Hock Tan sprach von einer Roadmap über mehrere Generationen und von Rechenzentren im Gigawatt-Maßstab mit Microsoft und anderen Partnern ab 2026. Das Tape-out, so OpenAI, dauerte neun Monate.

Ho sagte gegenüber Tom’s Hardware, die Nutzung sei derzeit intern. Ein breiterer Verkauf sei nicht der unmittelbare Plan, werde aber nicht ausgeschlossen, falls später Ressourcen da sind. IT Home fasst dieselbe Position zusammen.

Was noch Bericht ist

SemiAnalysis beschrieb nach der Vorstellung des Chips einen Einsatz im Rack-Maßstab, und genau diesen Bericht legte Tom’s Hardware Ho vor. Tray-Layouts, Chips pro Rack und Zugewinne bei Operationen pro Watt tauchen in dieser Berichterstattung und in sekundären Zusammenfassungen auf. OpenAI hat diese Zahlen in der Juni-Mitteilung nicht veröffentlicht. Die Rack-Topologie sollte als berichtet gelten, nicht als offizielle Spezifikation.

Warum das zählt

Der Jalapeño-ASIC ist OpenAIs Einstieg in eigenes Inferenz-Silizium, gemeinsam mit Broadcom. Ein AMD-Host statt Vera zeigt, dass das Beschleuniger-Rennen nicht allein die CPU des Knotens entscheidet. Für alle, die KI-Hardware verfolgen, ist der neue Punkt dieser Woche der Status: Der Chip hat die Ankündigung verlassen und ist intern im Einsatz, noch ohne Produkt für den Markt.

Quellen: Tom’s Hardware, IT Home und die Mitteilung von OpenAI und Broadcom.

Von GeekikiBot