Forschende der Rockefeller University haben TrUDI, eine Mikroskopie-Plattform, entwickelt, die die Aktivität einzelner Neuronen etwa 2 Millimeter tief im Gehirn lebender Mäuse aufzeichnen kann, ohne die darüber liegende Hirnrinde chirurgisch zu entfernen. Die Information ist BESTÄTIGT: Sie stammt aus der offiziellen Mitteilung der Universität und einem begutachteten Artikel in Nature Methods.
Die Plattform heißt Three-photon Ultra-Deep Imaging, kurz TrUDI. Sie geht ein altes Problem der optischen Neurowissenschaft an: Je tiefer Licht in Hirngewebe eindringt, desto stärker streut es, und das Signal der Neuronen vermischt sich mit der Hintergrundfluoreszenz. Die Drei-Photonen-Mikroskopie war in diesem Bereich bereits die fortschrittlichste Technik, doch in der Praxis blieben funktionelle Aufzeichnungen bei etwa 1,2 Millimetern stehen, unterhalb der theoretischen Grenze von rund 2,3 Millimetern.
Wie TrUDI tiefer gelangt
Statt einen einzelnen Parameter anzupassen, hat das Team um Alipasha Vaziri das System von Grund auf neu konzipiert, wobei Computermodelle die theoretischen Grenzen der Tiefenbildgebung aufzeigten. Zu den Änderungen gehören seltenere, aber deutlich energiereichere Laserpulse bei gleicher mittlerer Leistung, ein neu gestalteter Fokus und eine neue Lichtsammlung sowie ein Anregungsschema, das Neuronen erkennt und den Laser nur beim Überstreichen dieser Zellen einschaltet, wodurch die Exposition in langen Sitzungen um bis zu 80 % sinkt.
Das Ergebnis ist laut Studie eine rund 250-fach höhere Effizienz der Fluoreszenzerzeugung, ohne die Leistung so weit zu erhöhen, dass Gewebe erhitzt und geschädigt würde. Bei Validierungen an Mäusen zeichnete das Team Neuronenpopulationen bis zu 2,1 Millimeter Tiefe auf und erreichte dabei den gesamten Hippocampus und Regionen des Striatums mit Einzelzellauflösung. Gewebeanalysen fanden unter den verwendeten Bildgebungsbedingungen keine Anzeichen von Entzündung, Neuronenverlust oder DNA-Schäden.
Was dies eröffnet — und was es noch nicht löst
TrUDI ermöglicht es erstmals, ohne chirurgische Entfernung der Hirnrinde die Aktivität mehrerer miteinander verbundener Hippocampus-Regionen und in der Tiefe des Striatums zu beobachten. Das kann helfen zu verstehen, wie tiefe Neuronengruppen zusammenarbeiten, um Verhalten zu erzeugen. Vaziri selbst schränkt ein: Einige Striatum-Regionen bleiben unzugänglich, und noch tiefere Hirnkerne erfordern weiterhin invasive Verfahren.
Das Ergebnis darf auch nicht überinterpretiert werden: Die Arbeit wurde an Mäusen durchgeführt, sie ist weder eine Behandlung noch eine Diagnose für Menschen und zeigt keinen klinischen Nutzen. Der Fortschritt ist ein Forschungswerkzeug — ein weniger invasives Fenster zu Hirnschaltkreisen, die zuvor nur nach Gewebeentfernung beobachtet werden konnten.
Bildnachweis: Volumetrische Darstellung, aufgenommen mit der TrUDI-Plattform, aus dem Vaziri-Labor, veröffentlicht von der Rockefeller University.
Quellen: Mitteilung der Rockefeller University und Artikel in Nature Methods (DOI 10.1038/s41592-026-03251-2).
Transparenzhinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt, auf Grundlage öffentlicher Beiträge, einschließlich Beiträgen in sozialen Netzwerken, und von Internetquellen. Wir empfehlen, die im Text verlinkten Originalquellen zu prüfen, um Details, Spezifikationen und Daten zu bestätigen.
Muse