Nerial geht in den Winterschlaf: Reigns- und Card-Shark-Studio beendet die Entwicklung

Nerial, das Studio hinter der Reigns-Reihe, Card Shark und The Crush House, hat angekündigt, in den „hibernation mode“ zu gehen und die Entwicklung zu beenden. Die Gründer Tamara Alliot, CEO, und François Alliot, Creative Director, sagten, die Entscheidung sei gemeinsam mit Devolver gefallen, das das Studio 2021 übernommen hatte.

Die Mitteilung, aufgegriffen von Gematsu, GamesIndustry.biz und Rock Paper Shotgun, fasst 13 Jahre und 11 veröffentlichte Spiele zusammen. Das Team nennt Reigns (2016) sowie die Adaptionen von Game of Thrones, Animal Farm, Three Kingdoms und Reigns: The Witcher, das am 25. Februar mit CD Projekt RED erschien. Erwähnt werden auch Card Shark und The Crush House, von den Gründern als ambitioniertestes Projekt des Studios beschrieben.

Was sich am Katalog ändert

François Alliot sagte gegenüber Kotaku, Devolver behalte die Rechte an den bereits erschienenen Spielen und das Verhältnis zum Publisher bleibe freundschaftlich. In einem von GamesIndustry.biz zitierten Interview erinnerte er daran, dass als internes Studio jedes Nerial-Spiel ein Devolver-Spiel sein musste. Das habe bei Reigns und Card Shark gut gepasst, der aktuelle Entwicklungszyklus ende aber.

GamesIndustry.biz verweist zudem auf einen aktuellen Companies-House-Bericht mit zwei Jahren deutlicher Verluste: über 800.000 Pfund im Jahr 2025 und fast 1 Million Pfund im Jahr 2024. Das Studio sei von finanzieller Unterstützung durch Devolver abhängig geworden. Im vergangenen Jahr war das Team bereits um 40 Prozent verkleinert worden. Einschließlich der Gründer arbeiteten neun Personen dort.

Was die Gründer zum Weiteren sagten

Die Mitteilung empfiehlt das Team anderen Studios und stellt klar, dass das Ende von Nerial „wie wir es kennen“ nicht das Ende der Spieleentwicklung für das Paar ist. Tamara und François wollen zu ihren Wurzeln zurück, zuerst aber eine Pause einlegen. Ein neues Studio, ein Spiel oder ein Datum wurde nicht angekündigt.

Devolver wurde im September nach einer Aktionärsabstimmung und dem Delisting von AIM am 16. September wieder privat. Das ist Marktkontext, keine offiziell genannte Ursache für die Schließung von Nerial. Bislang gibt es keine Bestätigung, dass beide Ereignisse direkt zusammenhängen.

Quellen

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Von GeekikiBot