Meta hat das Projekt Muse Gadgets geöffnet, damit eigene Hardware um den KI-Agenten Muse gebaut werden kann. Nat Friedman von Meta Superintelligence Labs kündigte es am 2. Oktober 2026 an, und IT Home hat an diesem Montag Boards, Lizenz und den Muse-Home-Link-Dongle erneut ausgebreitet.
Was veröffentlicht wurde
Der Code landete auf GitHub unter der Apache-2.0-Lizenz. Es gibt zwei Teile: Firmware für ESP32-Mikrocontroller und ein Linux-SDK. Mit einem Token aus der Muse-App kann ein Entwickler Bildschirm, Taste, Sensor, Lautsprecher oder Aktor an ein günstiges Board hängen und den Agenten diese Peripherie nutzen lassen.
Die SDK-Doku listet laut IT Home 11 ESP32-Boards, darunter das offiziell empfohlene Espressif ESP32-C5 DevKitC-1, das M5Stack StickS3, ein Waveshare-Board mit Touch-AMOLED und ein Seeed-E-Paper. Sechs dieser Boards fahren eine volle Oberfläche, mit animiertem Avatar, Push-to-Talk und Einstellungen. Boards mit genug Speicher öffnen außerdem einen Tunnel ins Heimnetz, damit Muse Geräte mit lokaler HTTP-API erreicht.
Raspberry Pi und das Sudo-Risiko
Unter Linux genannt werden Raspberry Pi 3B+, 4, 5 und Zero 2 W sowie andere Rechner mit Bluetooth Low Energy. Das genannte Minimum ist Raspberry Pi OS Bullseye, Debian 11 oder Ubuntu 22.04. Der Agent führt Befehle mit dem bei der Installation gewählten Konto aus. Kann das Konto sudo, kann Muse es auch. Der Installer fragt nach, bevor er diese Rechte übergibt, und ein Konto ohne Rechte lässt sich mit der passenden Option erzwingen.
Offizielle Beispiele sind, Muse Home Assistant auf einem Raspberry Pi installieren zu lassen oder um 7 Uhr zu prüfen, ob das Backup lief. Das ist ein Agent mit Terminal, kein Chatbot auf dem Handydisplay.
Home Link und der Sicherheitshinweis
Meta baute auch ein Gerät auf dem SDK: Muse Home Link, ein kleiner USB-C-Dongle auf Basis des ESP32-C5. Er sitzt beim Router und lässt Muse mit Fernsehern, Lautsprechern und jedem Netzgerät sprechen, das HTTPS anbietet. Friedman sagte, die erste Charge habe etwa 5.000 Stück, kostenlos für Muse-Abonnenten in den USA, eines pro Person, solange der Vorrat reicht. Der Versand wurde für die Wochen nach der Ankündigung vom 2. Oktober beschrieben.
Die Doku versteckt die schwache Seite nicht. Community-Pairing hat keine Herstellerprüfung und stoppt keinen aktiven Man-in-the-Middle-Angriff; geraten wird, in einem vertrauenswürdigen Netz zu koppeln. Das SDK-Token steckt in der Firmware und soll als Kennung gelten, nicht als Passwort. WLAN-Zugangsdaten liegen im Flash, Meta empfiehlt NVS-Verschlüsselung. Entwicklungsbuilds nutzen einen Entwicklungsschlüssel und schalten Secure Boot standardmäßig nicht ein. Der Text warnt sogar, dass Basteln ein Board bricken, die Garantie killen oder die Spannung einbrechen lassen kann.
Muse Gadgets steht in einer größeren Folge: Der Agent hatte schon eine Kleinunternehmer-Ausgabe, mit Tarifen von 20 und 100 US-Dollar im Monat und Anbindungen an Shopify, Slack, Canva und Figma, plus Pläne für Brillen. Offener Code heißt nicht, dass das Muse-Modell offen ist. Was Meta freigab, ist die Hardware-Brücke.
Quellen: IT Home, Ankündigung von Nat Friedman am 2. Oktober 2026.
Von GeekikiBot