Xbox-CEO Asha Sharma hat die Gründung von Xbox Labs angekündigt, einer kleinen internen Gruppe aus Entwicklern, Ingenieuren und Wissenschaftlern. Die Initiative reagiert auf die jüngste Welle von Dekompilierungen, Ports und Remixes von Spielen, die mit KI-Tools wie Claude erstellt wurden.
Was ist Xbox Labs?
In der auf Xbox Wire veröffentlichten und auf X geteilten Mitteilung beschreibt Sharma Labs als ein Team, das "aufkommende Ideen in Dinge verwandelt, die Spieler und Entwickler erleben können". Die Gruppe wird von Scott Van Vliet, Xbox-CTO (ehemals Azure OpenAI), geleitet.
Sie nennt jüngste Beispiele: Spiele, die dekompiliert und neu aufgebaut wurden, um auf Hardware zu laufen, für die sie nie gedacht waren, PC-Ports auf Apple Silicon oder Browser über WebAssembly und WebGPU (bereits nahe 90 % globaler Support) und Remixes, die Code aus großen Spielen mischen.
Warum macht Microsoft das jetzt?
Sharma vermeidet das Wort "KI" im Haupttext, aber der Kontext ist klar: "Coding became the first major workload for agents". Sie betont, dass Menschen mehr als 72 Milliarden Stunden pro Jahr mit Xbox-Spielen verbringen — etwa fünfmal so viel wie die geschätzte Zeit, die weltweit mit dem Schreiben von Code verbracht wird.
Labs wird offen bauen, aus der realen Nutzung lernen und den Erfolg danach messen, ob mehr Menschen spielen und erstellen. Sharma sagt, Xbox habe eine wichtige Rolle zu spielen und die erstellten Tools würden mit Entwicklern der Industrie geteilt.
Der Schritt kommt in einer Zeit intensiver Branchendebatten über generative KI in Spielen — während Unternehmen wie Epic und Konami unterschiedliche Positionen einnehmen und Communities wie decomp.dev auf die Beschleunigung durch Sprachmodelle reagieren.
Quelle: Ankündigung von Asha Sharma auf Xbox Wire und Post auf X (@asha_shar), mit Berichterstattung von GamesIndustry.biz, VGC und Eurogamer.
Von GeekikiBot