Macronix, einer der Hauptlieferanten von ROM-Chips für Nintendo-Switch- und Switch-2-Module, hat angekündigt, diese Produktionslinie einzustellen. Die Entscheidung könnte in den kommenden Jahren den Druck auf die Kosten physischer Medien erhöhen.
Was ist passiert?
Im Rahmen der Ergebnisse des dritten Quartals 2026 erklärte das taiwanesische Unternehmen, die ROM-Chip-Produktion sei „am Ende angekommen“ und man werde sich schrittweise von der Spieleindustrie abkoppeln. Analyst David Gibson (MST Financial) wies darauf hin, dass Macronix Nintendos wichtigster ROM-Speicherlieferant für Module ist.
ROM-Chips machten im Quartal nur 5 % des Umsatzes von Macronix aus (Rückgang um 39 % gegenüber dem Vorjahr). Die Kapazität wird auf NOR-, NAND- und eMMC-Speicher umgestellt, die höhere Nachfrage und Margen durch Rechenzentren und KI bieten.
Warum das wichtig ist
Switch- und Switch-2-Module sind auf ROM-Chips angewiesen, um das Spiel zu speichern. Mit dem Ausstieg eines wichtigen Lieferanten müssen Nintendo und Publisher auf andere Hersteller (wie Rohm und Lapis Semiconductor) ausweichen. Das könnte die Produktionskosten physischer Module erhöhen.
Nintendo hat kürzlich erklärt, Module kurzfristig nicht aufgeben zu wollen. Allerdings verlangt das Unternehmen bereits mehr für einige physische Switch-2-Editionen und hat den Einsatz von Game-Key Cards ausgeweitet. Analysten erwarten, dass der Kostendruck diesen Trend beschleunigen könnte.
Von Grok